Kuechentraeume

Unser Bauleiter hatte uns ja losgeschickt mit dem Auftrag, das Lueftungsrohr der Dunstabzugshaube zu besorgen, damit das ins Mauerwerk mit eingemauert werden kann. Angeblich gaebe es unterschiedliche Groessen und wenn es das falsche sei, gaebe es komisc…

Posted by eumel8 on July 16, 2014 · 3 mins read

Unser Bauleiter hatte uns ja losgeschickt mit dem Auftrag, das Lueftungsrohr der Dunstabzugshaube zu besorgen, damit das ins Mauerwerk mit eingemauert werden kann. Angeblich gaebe es unterschiedliche Groessen und wenn es das falsche sei, gaebe es komisch pfeifende Geraeusche. Gesagt, getan. Bloss hing an dem Rohr natuerlich eine Dunstabzugshaube und dort eine komplette Kueche dran. Also Samstag 9:00 Uhr erster Weg zu kuechen-aktuell.de nach Spandau . Der Laden war fast leer, mehr Angestellte als Kunden. Sehr schoen. Aber was waren das fuer Kuechen? Das Grauen verfolgte uns (!) von einem Ausstellungsstueck zum naechsten. Ausserdem waren keine richtigen Preise drangeschrieben, sodass man gar nicht wusste, auf was man sich so einlassen wuerde. Die ungefaehre Planung war ja vom Architekten schon vorgegeben, also er hatte eine Kuechenzeile in den Grundriss eingemalt. Da die Kueche auch ein Fenster in den Garten und noch eine Terassentuer neben der Tuer zum HWR und dem Durchgang zum Wohnzimmer hat, waren die Gestaltungsmoeglichkeiten trotz der 15 qm jetzt auch nicht soo gross. Von Kuechen-Aktuell kommt die Kueche jedenfalls nicht. Auch die 2 anderen Kuechen-Haeuser in Falkensee machten auf ihrer Webseite auch nicht viel her. Von einem Besuch vor Ort sahen wir mal ab. Viel besser hatten mir(!) die Kuechen bei Poco Domaene gefallen. Der Laden an sich war zwar ganz schrecklich in Spandau, aber von den ausgestellten Kuechen konnten auf Anhieb 2-3 gefallen - auch die daneben bezifferten Preisvorstellungen von Frau Katzenberger. Also griffen wir uns einen Verkaeufer mit dem Wunsch: Eine neue Kueche, bitte! Ohje, der Mann hatte Kommunikationsdefizite! Offenbar waren wir seine ersten Kunden an dem Tag, an dem er uns abends um halb 7 ein Ohr abkaute. Das war dann auch gleich sein Thema, denn eine Kuechenplanung wuerde ja ganz viel Zeit beanspruchen, mindestens 2 Stunden. Nun ja, von 6-8 sind eigentlich 2 Stunden, aber wir mussten einen neuen Termin vereinbaren und nochmal wiederkommen. Am Freitag waren wir dann 17 Uhr da und es sollte genung Zeit zur Planung sein. Leider hat der Verkaeufer beim ersten Besuch den Grundriss gar nicht haben wollen, den ich die ganze Zeit mitgeschleppt hatte, und so vertroedelten wir die erste halbe Stunde schon mal mit Reinhacken der Daten in den Computer. Reinhacken deswegen, denn genauso wurde es vom Frontbediener auch gemacht. Nun ja, erst wollte man uns immer das ausreden, was eigentlich ausgestellt war und wir genauso haben wollten: Eine Burger-Kueche Modell Celine mit asphaltfarbenen Belag. Bloss nicht als Kontrastfarbe rot. Bei der Wahl von C145 kam es dann schon zur ersten Diskrepanz im Verkaufsgespraech. Manche Leute wissen mit Effizienz so reinweg gar nichts anzufangen. Irgendwann hatten wir aber tatsaechlich die erforderliche Anzahl und Sorte Moebel auf dem Tablet. Die Elektrogeraete waren auch sorgfaeltig ausgewaehlt zwischen Deutsche Edelmarkenware und Taiwanesischer Schrott. Die Farbe war immer noch C145 und die Hoehe der Fenster war immer noch 86 statt 91 cm, aber schlussendlich bekamen wir dann eine Hausnummer fuer den Preis nebst Einbeu (5500 €) und einen Plan:

Wir gross jetzt das Abzugsrohr sein muss? Keine AHNUNG! Das war nicht Thema des Gespraechs.