Urlaubszeit - schoenste Zeit. Die Gelegenheit schien guenstig, Mitte Juli bei bestem Sommerwetter den Jahresurlaub zu verbringen. Auf der Baustelle waren 2 Termine angeleiert, die nicht unsere Anwesenheit bedurften: Der Anschluss des Bauwassers am 22.07. und der Anschluss des Baustroms am 24.07.. Der Archaeologe schien keine Graeberfelder gefunden zu haben, denn der Tiefbauer hatte 2 Tage nach Ausheben der Baugrube alles wieder mit Sand/Kies zugebuddelt:
Der Bauleiter war gerade selbst im Urlaub. Also hinterliesen wir noch eine Email mit dem Status und der Einwilligung, die Bodenplatte mit allen Anschluessen so zu planen wie angedacht war. Tatsaechlich meldete er sich dann im Urlaub just am Jachthafen Rechlin und fragte, ob der Archaeologe etwas gefunden haette. Mhmm, ein Gespraech mit seinem Tiefbauleiter haette ihn ja auch erhellt, denn der hatte ja die Baugrube ohne Kommentar wieder mit Material verfuellt. Ansonsten gab es recht wenig Kommunikation in dieser Woche. Entweder gab es nun Baustrom und -wasser - oder nicht. Aus der Ferne kann man das schlecht beurteilen. Deswegen ueberraschte dann doch der Anruf des Bauleiters in der zweiten Urlaubswoche: Morgen wuerde die Bodenplatte gegossen und ob wir denn im Lande waeren zum Waessern. Haeh? WIe? Kurze Zeit vorher meldete sich ein Mensch am Telefon wegen eines Termins zur Installation einer Wasseruhr. Irgendwas lief hier doch schon wieder komisch. Der Wasseruhrmensch hatte einen engen Terminkalender und wir waren ja gar nicht da. Also vertagten wir uns auf die erste Augustwoche. Entsprechend zeitig kam dann der Anruf aus der Klinkerhaus-Zentrale am naechsten Tag: Man vermisse eine Wasseruhr. Also die Hausbaufirma mit der Wasserbaufirma zusammengebracht und weiterbaden am Useriner See. Mittags mussten wir dann doch mal den Bauleiter anrufen, was denn nun Phase ist. Tja, fuer das Bauwasser fehlt die Wasseruhr - “die Jungs mussten irgendwas friemeln”. Und fuer den Baustrom muss die Suedstrasse unterbuddelt werden, denn das Hauptkabel verlaeuft auf der anderen Strassenseite. Offenbar war der Elektriker nur mit dem Schraubenzieher angerueckt und dachte, er kann den Strom irgendwie ranknueppeln. War aber nicht, jetzt fehlt die Genehmigung zum Aufreissen der Strasse. Und weil kein Baustrom da ist, koennte man nicht mit dem Mauerwerk anfangen. Die Handwerker wurden erstmal auf eine andere Baustelle dirigiert. Wenn wir aber wieder im Lande waeren, sollten wir schoen die Bodenplatte waessern, denn die waere jetzt schon mal da. Bei Ankunft am Freitagmittag manifestierte sich der Bauwasseranschluss:
Bis auf den Hahn war aber weiter nichts da. Wir brauchten also einen Schlauch und einen Anschluss fuer Ueberwurfmutter unbekannter Groesse. Anderenfalls war der Schacht komplett wasserdicht und koennte auch geflutet werden, um dann das Wasser mit einer Pumpe dort rauszupumpen. Kurz vor Kauf des Aggregats fiel uns aber noch rechtzeitig ein: Wir haben ja gar kein Strom - wozu die Pumpe?! Im Angebot war ein 3/4 Zoll Wasserschlauch 25 Meter fuer 25 Euro (natuerlich kein Gardena). Dazu ein 3/4 Zoll Schnueffelstueck fuer den Anschluss an der Ueberwurfmutter. Das war die Ausbeute bei Hellweg in Falkensee. Dazu gab es Gurkensalat und Kaesebroetchen. Wieder in Brieselang angekommen, war schnell klar: Dat passt nich! Das Rohr war mindestens 1 Zoll. Ausserdem brauchen wir eine Rohrzange, die natuerlich in Berlin war wie alle Kleinwerkzeuge, die man leicht klauen konnte. Dort muessten wir aber sowieso hin, denn der Rasen im hinteren Teil des Grundstuecks sehnte sich nach einem zweiten Schnitt. Auf dem Weg nach Berlin lag der B1-Baumarkt in Dallgow-Doeberitz. Also dort nochmal eingekehrt auf der Suche nach einem 1 Zoll Schnueffelstueck. Tatsaechlich gabs sowas: 1 Zoll auf 3/4 Zoll Adapter im Sanitaerbereich. In der Gartenabteilung gabs Gartenschlauch im Sonderangebot: 1/2 Zoll, 25 Meter, 5,55 Euro - mit Gartenspritze und diverse Adapterstuecke. Um jetzt beide Schlaeuche benutzen zu koennen, braeuchte man noch einen 3/4 Zoll auf 1/2 Zoll Adapter. Den gabs aber nicht. Trotzdem zurueck nach Brieselang, denn die Sonne brannte auf die Bodenplatte. Der Adapter vom Hellweg ersetzte wunderbar den aus dem B1-Baumarkt, aber beide zusammen ging nicht, denn beide hatten ein Aussengewinde. Das hatte man wohl beim Einkauf nicht gesehen. Nach Stunden der Ratlosigkeit kam aber dann die Erleuchtung: Der 1 Zoll auf 3/4 Zoll Adapter passte auf den 3/4 Zoll Anschluss des Adapters fuer den 1/2 Zoll Gartenschlauch: Schraub, Steck und Fertig. Es konnte gewaessert werden:
Wir waesserten so das ganze Wochenende, denn die angekuendigten Gewitter brachten kaum Niederschlaege. Irgendwann blieb das Wasser auch auf der Bodenplatte laengere Zeit stehen, was wohl das Zeichen war, das genug gewaessert wurde. In der Platte waren auch keine Risse zu sehen, was ein Anzeichen auf vorzeitiges Austrocknen waere. Der Zaun vom Nachbarn war mit Zement beschmutzt, was zu groesseren Unmut fuehrte. Auch zugeparkte Einfahrten sollten noch bei einem klaerenden Gespraech mit dem Bauleiter thematisiert werden. Letztlich haben wir auch noch ein Klohaeuschen auf der Baustelle und warten, dass die Bodenplatte trocken wird.