Hausuebergabe

Das Haus ist fertig! Heute um 8 Uhr treffen sich Bauherren und Bauleiter zur Hausuebergabe. Auf Unterstuetzung eines Sachverstaendigen hatten wir verzichtet. Wir haben uns ja laufend von der fachlichen Ausfuehrung der Gewerke ueberzeugt und konnten so e…

Posted by eumel8 on February 23, 2015 · 6 mins read

Das Haus ist fertig! Heute um 8 Uhr treffen sich Bauherren und Bauleiter zur Hausuebergabe. Auf Unterstuetzung eines Sachverstaendigen hatten wir verzichtet. Wir haben uns ja laufend von der fachlichen Ausfuehrung der Gewerke ueberzeugt und konnten so erstmal keine Maengel feststellen. Obwohl … einen kleinen gab es: An der Garagenvorderseite war ein Klinker zerklueftet - als wenn jemand dagegengefahren waere. Erst hatten wir den Bagger, der die Aussenanlagen herstellte, im Verdacht, aber es war ein Handwerker von Klinkerhaus gewesen, sodass dieser Fehler anstandslos aufgenommen und der Klinkermensch DJ Mudy beauftragt wurde.

Draussen am Haus gab es erstmal nichts weiter zu sehen:

Wir sprachen ueber die Lueftungsritzen im Klinker, die immer frei bleiben muessen, da hinter den Klinkern ein Hohlraum ist, an den immer Luft ran muss. Deswegen wird sich auch immer Feuchtigkeit als weisse Raender aussen an den Klinkersteinen ab. Die kann man aber mit Wasser abspritzen, wenn das sehr stoert. An der Unterseite von Hauswand und Gehweg fehlt noch eine Noppenwulst. Man muss beobachten, ob sich dort haeufig Feuchtigkeit bildet und das Material so mit der Zeit angreifen koennte. Auch die Garageneinfahrt ist eine stete Gefahrenquelle fuer Unwetter. Regen koennte unter das Tor in die Garage reinfliessen und das Wasser dort zum Stillstand bringen. Wenn man das verhindern will, muss noch eine Abflussrinne vor der Garage installiert werden. Apropos Regenwasser: Unser Entwaesserungssystem ist in vollkommen geschlossener Bauweise ausgefuehrt. Das heisst, wenn Blaetter oder Schmutz oben durch die Dachrinne ins Fallrohr gelangen, haben wir keine Chance mehr, die wieder rauszuangeln. Besser waere kurz vor der Erde einen Zwischentrichter einzubauen, damit man freien Zugang zum Rohr hat, um dieses ggf. zu reinigen. Auch die Holzbalken vom Vordach und dem Terassendach sollten frei und “luftumspuelt” sein. Momentan sind sie von Pflastersteinen eingemauert und es besteht die Gefahr des Schimmels.

In der Garage funktionierte die Elektrik und beide Rolltore. Dazu gab es zwei Funkfernbedienungen, um aus dem Auto oder der Ferne die Rolltore zu bedienen. Wie weit die Reichweite ist, haben wir noch nicht herausgefunden.

Drinnen im Haus wurden die einzelnen Bestandteile erklaert. In unseren tollen Duschablussrinnen sind zum Beispiel Flusensiebe drin, damit Haare nicht zur Rohrverstopfung fuehren. Ausserdem sind die Wartungsfugen an den Ecken vor allen an den Duschen immer auf Dichtheit zu pruefen. Nach einem halben Jahr sollte man eine intensive Pruefung angehen und ggf. die Wartungsfuge mit Silicon auswechseln.

An den Fussbodenfliesen wird es in den Ecken unter Umstaenden auch zu Rissen kommen, da sich der Estrich mit der Zeit je nach Belastung mit Moebel und Menschen unterschiedlich setzt. Wenn das geschieht, soll man eigentlich im ersten halben Jahr nichts machen und dann vielleicht en Fliesenleger zu Rate ziehen. In den Ecken zwischen Decke und Waenden wird es auch zu Rissen kommen, da sich der Dachstuhl im Sommer zusammenzieht und im Winter wieder ausnander. Auch diese Stellen sind die ersten 2 Jahre in Ruhe zu lassen. Dann ist der Spuk vorbei und es kann dauerhaft nachgebessert werden.

Fuer die Heizanlage sollten wir noch eine Extraeinweisung erhalten. So prueften wir bloss, ob warmes Wasser aus der Leitung kommt. Dass die Heizung heizt, hatten wir ja die letzten Wochen schon festgestellt. Bis zu 37 Grad war es an manchen Tagen waehrend der Trockenphase des Estrichs im Haus warm.

Zur Hausueberhaben gehoert natuerlich dazu, dass wir unsere eigenen Haustuerschluessel bekamen und das Bauschloss ausgetauscht wurde. Dabei kam es zur Irritierung, da wir angeblich eine Tuer mit Notoeffnung haetten und der Bauleiter sich das nicht erklaeren koenne. Es war also keine schlechte Idee, vor der Hausuebergabe nochmal in den Werkvertrag zu schauen und die Baubeschreibung der Hausbaufirma und alles das abzuhaken, was man gebaut hat - oder was nicht. So war zum Beispiel von einer Betonplatte auf der Terasse die Rede, die bis zum Schluss nicht erstellt wurde, weil wir Terassensteine verlegt bekommen haben. Da die Platte aber schon bezahlt war, bekamen wir noch einen Preisnachlass von 1000 Euro.

Der Elektriker hatte ja bis zum letzten Tag noch am Haus gearbeitet. Im Hauptverteiler sah auch alles gut aus bis auf die abgeklemmte zweite Verteilung fuer zukuenftige Aussenanlagen, die Strom benoetigen und den Stromkabeln fuer das Tor. Ob alles funktionell war, konnten wir aber mangels elektrischer Geraete noch nicht pruefen. Ausser die zusaetzlich angebrachten Tuerklingel am Zaun und unsere tolle Aussenbeleuchtung am Abend: