Ein Wintergarten

3 Jahre gehoerte die Nord-/Ostterasse nun schon zum Haus. Man moechte sie auch nicht gegen eine Sued-/Westterasse eintauschen, da die Nachteile derer definitiv ueberwiegen: zu viel Sonne, direkte Sonneneinstrahlung, zu warm, zu hell (beim Arbeiten am…

Posted by eumel8 on January 02, 2019 · 3 mins read

3 Jahre gehoerte die Nord-/Ostterasse nun schon zum Haus. Man moechte sie auch nicht gegen eine Sued-/Westterasse eintauschen, da die Nachteile derer definitiv ueberwiegen: zu viel Sonne, direkte Sonneneinstrahlung, zu warm, zu hell (beim Arbeiten am Laptop). Die Baurichtung ist also genial, und dennoch… Trotz brauchbarem Wetters wurde die Terasse in all der Zeit recht wenig genutzt. Ausserdem machte eine regelmaessig dicke Staubschicht auf Tisch und Stuehlen die sofortige Nutzbarkeit nicht moeglich. Man musste immer erst putzen, ehe man was essen, lesen, sitzen konnte. Und das wiederholt sich jeden zweiten Tag, vorausgesetzt, das Wetter passte dann wieder zum Draussensitzen. Also reifte der Entschluss zur Einglasung der Terasse, ein sogenannter Wintergarten.

Die Firma CW Bauelemente hatte schon einige Referenzobjekte an Aussenanlagen im Dorf und in unserer Strasse errichtet und wurde mit dem Projekt beauftragt. Die Frage war nach warmen oder kaltem Wintergarten. Tja, da man auch mal im Winter oder in der Uebergangszeit dort sitzen moechte, sollte es also ein warmer Wintergarten sein. Also mit elektrischer Fussbodenheizung.

Die Fensterelemente waren schnell nach Mass angefertigt. Ein grosses Schiebeelement an der Seite zum Garten. Und ein kleineres Schiebeelement Richtung Garagengang/Schuppen. Farbe Grau konnte auch nicht so verkehrt sein und passten zu den Klinkern in rot. Die Scheiben (Doppelverglasung) waren klar, damit das Wohnzimmer bei getoenten Scheiben nicht so duster wird.

Dann kam das Fundament rein, welches wir beim Hausbau gespart hatten, weil bloss Terassenplatten in Sand verlegt wurden. Diese Platten wurden entfernt und teilweise als Borde wiederverwendet. Auf das Fundament kam erstmal Daemmung und darauf dann 5 qm Fussbodenheizung. Bei einer Leistung von 170 W pro qm darf man natuerlich keinen superwarmen Raum erwarten. Den Waermeaustausch kann man durch das geoeffnete Wohnzimmerfenster und Kuechentuer bewirken. Dafuer ist die Fussbodenheizung selber relativ sparsam bei 750 W. Mit einem Thermostat kann man den Betriebsmodus warm/Zeitschalt/Frost einschalten. Gekoppelt ist die Elektrik an die schaltbare Steckdose von der Terasse, kann also komplett von innen abgeschaltet werden.

Schwierig natuerlich wieder das Thema Fliesen. Raab Karcher hat keine Lagerwaren, also ab zu Hornbach. Es sollte das Modell “Holzbretter” diesemal sein (was eigentlich auch schon mal fuers Haus geplant, aber vom Fliesenleger ausgeredet wurde). Jetzt sind es wirklich italienische Fliesen - aber mit non-mediterialem Muster :-)

Einweihung

Gegen direkte Sonneneinstrahlung, die vielleicht doch mal durch die Baeume dringt, helfen Jalousien. Die grauen Metallamellen haben sich schon in Oberursel bewaehrt. War aber wieder Massanfertigung mit 3 Wochen Lieferfrist bei Hansa-Rollo, dafuer passten sie aber dann auch perfekt und waren superleicht zu installieren (wenn man genug passende Holzschrauben im Haus hat).

Weihnachten konnte kommen. Erster Gast im Wintergarten war der Weihnachtsbaum!