Wer ein Haus baut, ist wahrscheinlich auch Stammkunde in einem Baumarkt. Oder in mehreren Baumaerkten. Bei uns gibts im Umkreis von Spandau 3 Baumarkte. Wie unterscheiden die sich? Entweder hat jeder alles und es gibt Unterschiede im Preis. Oder die Sortimente sind unterschiedlich, da die Produkte keine Preisgestaltung zulassen. Wir machen heute den ersten Test. Auf unserer Einkaufsliste stehen:
Erster Test: OBI Wilhelmstrasse. Ueber die Heerstrasse ganz gut zu erreichen, Riesenparkplatz verheisst Zuversicht beim Einkauf. Gartenhaeuser gibts schon mal nicht. Es ist Winter und so sind alle Gartenhaeuser in den Sueden geflogen. Dafuer gibt es eine grosse Auswahl an Gartengeraeten: Spaten, Schaufel, Hacke, Rechen ... im Preissegment von 9 bis 75 Euro. Vom ersten Eindruck sind bei den Spaten keine Unterschiede festzustellen. Der Spaten fuer 9 Euro hat dieselbe Verarbeitung wie der Spaten fuer 75 Euro. Ich bin allerdings auch kein Spatenprofi. Die Preise sind notiert und es geht weiter. Es gibt auch einen Verleih von Arbeitsgeraeten, aber ausgerechnet Benzin-Kettensaegen zum Stutzen des Baumbestandes auf dem Grundstueck, auf dem es noch kein Strom gibt, gibt es nicht. Nach der zweiten Runde durch den Baumarkt findet man auch das Regal fuer Berufsbekleidung. Es gibt genau eine Sorte und die ist noch nicht mal billig. Teuer auch so ein Metermass, wenn man auf dem Grundstueck mal was ausmessen will. 34 Euro soll man fuer so ein Massband hinlegen. Teuer, Teuer. Also notiert und abgehakt. EIn zweiter OBI gibts noch weiter oben in Spandau am Juliusturm, liegt aber nicht so auf dem Weg wie der in der Wilhelmstrasse.
Zweiter Test: Pflanzen-Koelle im Havelland-Center Dallgow-Doeberitz, sollte eigentlich links liegen gelassen werden. Rechts im Center wurde aber dann http://www.b1-discount.de/ gefunden, beschriftet mit B1-Baumarkt. Das Sortiment war schon mal uebersichtlich eingeraeumt. Spontan gab es schon mal Arbeitskleidung fuer 19 Euro (jeweils fuer Jacke und Hose). Ein Massband wurde fuer 14 Euro im Regal auch gefunden und spaeter durch eins fuer 7 Euro aus der Kramkiste an der Kasse ersetzt Jetzt koennen wir sogar 50 Meter direkt ausmessen! Werkzeug wurde leider nicht verliehen und Gartenhaeuser waren auch nicht da.
Dritter Test: Hellweg Falkensee. Wenn man von der Heerstrasse die L20 Richtung Falkensee faehrt, kommt man direkt zu Hellweg. Durch den Kreisverkehr dort ist immer etwas Gewusel. Dafuer standen schon die Gartenhaeuer frisch aufgereiht direkt an der Strasse und waren weithin sichtbar. DIe 2 Blechkameraden kosteten ueber 1000 Euro, die 10qm Ferienhaeuser auch (teilweise sogar ohne Boden). Entschieden haben wir uns fuer Holz-Modell "Main" fuer 599 Euro. Vorteile: alles drin, alles dran, mit Boden, Tuerschloss mit Klinke, Doppeltuer und Fenster. Dazukaufen musste man noch Dachpappe und die Anlieferung von 20 Euro berechnen. Allerdings musste das gute Stueck bestellt werden. Lieferzeit 3 Wochen. Weiterer Extra-Punkt: Werkzeugverleih. Dafuer gibt es im Hellweg einen Extra.Stand direkt am Eingang. Ein riesiges Arsenal von Benzin-Kettensaegen und allerleih anderes Zeugs warteten auf Kundschaft. Zum Festpreis um die 20 Euro bekommt man fachliche Beratung und alles Zubehoer was man zum Saegen brauch. Es reicht 2 Tage vorher Bescheid zu geben. Einziger Wermutstropfen: Die Wochenendmiete beginnt erst Samstag ab 12 Uhr, Rueckgabe Montag vor 9 Uhr. Gartengeraete gabs im Hellweg jetzt nicht so viel. Eine Harke und eine Schaufel haette man zwar auch fuer 9 Euro gekriegt, aber die Auswahl war kleiner als im OBI.
Fazit: Wir haben Arbeitskleidung und Massband. Wenn das Gartenhaus geliefert wird, fahren wir zu OBI, um Werkzeug zu kaufen und die Kettensaege wird im Hellweg gemietet. Fertig.