Dass zu viele Baeume auf dem Grundstueck standen, hatte auch seine Vorteile: Viele waren abgestorben, weil einfach kein Licht zum Wachsen mehr da war. Dass diese Gattung Baeume auf dem Standplatz des kuenftigen Hauses anwesend waren, war quasi ein Glueckstreffer. Punkt 12 Uhr waren wir frisch gestaerkt nach einem Bauernfruehstueck beim Kettensaegenmann und nahmen die Utensilien in Empfang. 12:45 Uhr Ankunft am Grundstueck und am ersten Baum.
Die halb verrotteten Stuempfe waren auch nicht allzu kompliziert. Um 13:05 Uhr stand der Nachbar von gegenueber am Zaun: Stoerung der Mittagsruhe, nenene....
Bis 15 Uhr war also bloss leises Rumtapsen auf dem Grundstueck angesagt. Vielleicht mal paar Zweige abschneiden und zur einzurichtenden Feuerstelle tragen. Dann konnte es aber endlich losgehen, denn um 16 Uhr wird es ja schon wieder dunkel.
Die Arbeiten gehen gut voran. Die Kettensaege war durstig. Laufend musste Benzin und Oel nachgefuellt werden. Manchmal verhakte sie sich auch, weil der Baumstamm einknickte und die Kettensaege so gefangennahm. Die Technik geht dann wohl so, dass man den Stamm von unten ansaegt, damit der Spalt immer groesser wird statt kleiner, wenn man von oben die Saege ansaetzt. Um die Faellrichtung des Baumes zu bestimmen, muss man immer gucken, in welche Richtung er gewachsen ist und wie der Wind geht. Dann kann man mit einem Keilschnitt die gewuenschte Richtung vorgeben und mit Metallkeilen, dann den endgueltigen Fall einleiten. Dazu brauch man aber auch passende Keile und einen Vorschlaghammer.
Letztlich fehlt aber doch ein Quentchen Glueck. Oder man hat grosses fachmaennisches Geschick. Es sollten auch noch ein paar schwierige Kandidaten uebrigbleiben.