Ab heute ist sie also da: die Vegetationsperiode. Die Natur scheint sich peinlichst dran zu halten, denn wenn man das 5 Jahre alte Laub zusammenkehrt, spriessen tatsaechlich schon neue Straeucher und andere Planzen darunter. Es koennten auch schon neue Weidebaeume sein. Bis zum 28.Februar wurde noch alles mit der Kettensaege von den hilfreichen Falkenseeern entsorgt, nur ein Baum ist noch uebrig geblieben, der zwar nicht auf dem Grundriss, aber im 3-Meter-Umfeld des Hauses liegt und demnach doch noch weg muss. Dazu soll die Sondergenehmigung zur Ausnahmegenehmigung der Faellgenehmigung helfen. Wir werden sehen.... Heute steht erstmal der Aufbau des Gartenhaeuschens an, was nun schon mehrere Wochen vor dem Grundstueck auf Entfaltung wartet:
Nach dem Oeffnen der Plastetuete kamen erstmal unendlich viele Bretter zum Vorschein. Alle waren mehr oder weniger gleich gross, nur spaeter gab es noch unfoermige Teile, die Tueren mit Glasfenster und eine Tuete mit Naegeln und der Tuerklinke Geplant war, das Gartenhaeuschen vorn an den zukuenftigen Bestimmungsort hinter der Garage aufzustellen. Aber dort sah es noch am Unwegsamsten aus und so wurde der Plan verworfen Tatsaechlich schien der Platz ganz hinten am aeussersten Grundstuecksende zwischen 2 Baeumen am geeignetsten zu sein. Auf Fundament musste auch erstmal verzichtet werden - schliesslich fehlten die Baustoffe dazu und das Gartenhaus sollte ja spaeter wieder umziehen. Also nur ein bischen das Efeu beiseite geraeumt und die Flaeche halbwegs begradigt und dann konnte es losgehen. Beim Schleppen der Bauteile von der Strasse zum Aufbauort kam auch mal eine Aufbauanleitung zum Vorschein. Prima Sache, aber die war wie immer voellig unverstaendlich. Einziger Satz, der mir nicht entfallen ist, lautet: Haben Sie keine Angst vor der Vielzahl der Teile. Die hatte ich auch nicht, aber man musste ja mal irgendwie auch anfangen:
4 gruen getraenkte Latten schienen sowas wie das Bodenfundament zu sein. Darauf wurden dann wie mit einem Baukasten die Seitenteile jeweils in passene Zargen gesteckt - eine effektive Geschichte hinsichtlich Stabilitaet und Aufbaugeschwindigkeit. Im Nu waren so die Waende hochgezogen bis zur Dachkante. Beim Aufsetzen der Giebelteile fehlten aber dann 2 laengliche Bretter, die ich aus Gruenden der Stabilitaet und als spaetere Stolperfalle ganz unten eingebaut hatte. Also alles wieder ausnandergenommen, die 2 Bretter unten gegen 2 normal lange ausgetauscht, und die Waende wieder hochgezogen - jetzt mit den passenden Abschluss, denn die laengeren Bretter sollten das Dach tragen, welches vorn und hinten etwas uebersteht, damit man nicht gleich im Regen steht, wenn man aus der Huette rauskommt. Der Fussboden bestand ebenfalls als Panele, die ineindanderzustecken waren, bis jetzt wurde noch nicht eine Schraube oder ein Nagel verwendet. Nach dem Aufsetzen der Giebelwaende und eines starken Giebelbalkens wurde es aber Ernst. Die Dachbretter sollten am Giebelbalken befestigt werden und das ging nur durch Nageln, sonst rutschten sie wieder runter. Am Dach raecht es sich, dass das Haus nicht auf Waage stand und so nicht alles winklig war. Nein, die Dachbretter waren nicht unterschiedlich lang, sie waren SCHIEF angebracht!. Bevor es aber soweit war, passte die linke Seitenwand nicht zum Abschlussbrett. Die Zarge war nicht oben sondern unten! Bei einer Wand waren die Bretter also komplett verkehrt rum eingebaut. Also alles wieder zurueck bis zum Bodenbrett und alles wieder neu aufgebaut - zwar tragisch, aber dank der Stecktechnik ging nicht zu viel Zeit verloren. Und die Zahl der Auf- und Abbauten wurden beim Dach nicht besser. Denn wenn das erste Brett schief war, werden alle anderen Bretter nur noch schiefer, bis dann riesige Luecken zwischen Giebelbalken und Dachbrett klaffen. Auch da klappte es halbwegs nach dem dritten Versuch und nach der Verarbeitung des letzten Dachbretts war der Materialvorrat schon merklich dezimiert. Es blieben nur noch Frontlatten uebrig, damit das Haus von vorne manierlich aussah und Sturmlatten, die die Dachpappe vor dem Davonwehen schuetzen sollte. Diese war auch schnell zerteilt. Vorhanden war eine Rolle und daraus entstanden 4 Bahnen. Bloed nur, dass zum Lieferumfang des Gartenhauses zwar keine Dachpappe aber dafuer Dachpappennaegel gehoerten. So hatten wir einen Karton uebrig - die dazu sowieso zu gross waren. Ein hervorragender Start fuer eine Kruschelwerkstatt. Nach dem Verlegen der Dachpappe und deren Befestigung ging es noch zum Fertigverlegen des Fussbodens und Einhaengen und Ausrichten der Tuer in die Tuerzagen. Auch die Zarge musste durch ein paar Naegel fixiert werden. Uebrig blieben 4 Leisten, die wohl sowas wie Scheuerleisten fuer den Fussboden darstellen sollten. Ein Luxusproblem. Es mag nicht alles gerade sein und der Aufbau ist auch sicher nicht korrekt, aber das Gartenhaeuschen steht und beherbergt von nun an Gartengeraete und unsere zwei Gartenstuehle: