Frage: Wie lernt man seine neuen Nachbarn am besten kennen? Klar, man schmeisst eine Einweihungsparty und laedt alle ein. Ist allerdings bischen spiessig. Dabei geht es doch viel besser. Variante 1: Man bestellt einen grossen LKW, macht damit die Strasse dicht und wartet, bis der erste mit seinem Autochen um die Ecke gefahren kommt. Obwohl eine Umfahrung der vielleicht 300 m langen Strasse vielleicht 1 Minute dauern wuerde, besteht der Nachbar natuerlich auf freie Durchfahrt. Das Verfahren funktioniert, aber man hat nicht immer einen grossen LKW zur Hand. Variante 2: Man macht ein Feuer. 16 Baeume sind mittlerweile verarbeitet. Das klingt vieleicht nicht viel. Wenn man aber annimmt, jeder Baum hat 30 Zweige und Aeste, kommt man schon auf 480 Einzelteile, die jetzt mal nicht so als Kaminholz zu verarbeiten sind. Bleibt der Weg zum Gruenabfall (teuer bei Selbstanlieferung, noch teurer bei professioneller Entsorgung), oder ebend ein Feuer. Verbrennen von Zeugs ist im Merkblatt Nr. 1 der Gemeinde Brieselang geregelt und grundsaetzlich auch ausserhalb der Vegetationsperiode nicht verboten. Wenn das zu Verbrennende trocken und laubfrei ist, ist dieser Vorgang recht effektiv, um die 480 Baumteile + unzaehlige Teile von Straeuchern loszuwerden. Wenn das Material recht klein geschnitten ist, brennt es auch ziemlich schnell ab. Nicht schnell genug fuer manche Nachbarn. Seltsamerweise scheint immer Ostwind zu sein und so quiemert es ueber die Strasse in Richtung der benachbarten Haeuser und Gaerten zu - auch wenn die in einer Entfernung von mehr als 100 Meter sind. Also eigentlich quiemert es auch bloss, wenn Laub dabei ist oder Rinde. Ansonsten haelt sich die Belaestigung in Grenzen. Dennoch haben wir so alle Nachbarn kennengelernt, die wechselweise an dem einen oder anderen Wochenende am Zaun standen und ihr Leid klagten. Schade eigentlich, denn die Entsorgung ist recht effektiv. Komischerweise hat auch auch kein Nachbar selber vorgestellt.