April, April

So wie das Wetter so auch die Erlebnisse um die Suedstrasse 11 im April. Nach scheinbar unzaehligen Einsaetzen zum Laubrechen ist an der zukuenftigen Toreinfahrt ein riesiger Laubhaufen entstanden. Eintraechtig thront er nebem den alten Birkstaemmen, mo…

Posted by eumel8 on April 12, 2014 · 5 mins read

So wie das Wetter so auch die Erlebnisse um die Suedstrasse 11 im April. Nach scheinbar unzaehligen Einsaetzen zum Laubrechen ist an der zukuenftigen Toreinfahrt ein riesiger Laubhaufen entstanden. Eintraechtig thront er nebem den alten Birkenstaemmen, morschem Holz, ein weiterer Haufen morschem Holz, dem Haufen Reisig und einem Haufen Aesten. Und den Resten des Essigbaums. Um das alles in Laubsaecke von der der Firma Galafa zu stecken, braeuchte man wahrscheinlich das gesamte Inventar der Firma und bei 23 Euro pro Sack wird man arm. Deswegen war eine Exkursion nach Nauen angesagt. Dort sollte es Laubentsorgung viel billiger geben. DIe Einfahrt zu Stoerk GmbH liegt schon jenseits des Ortsausgangs und ist recht unscheinbar. Etliche LKWs warten an der Einfahrt auf Be- oder Entladung. Wenn man sich bischen umgesehen hat, ahnt man ungefaehr das Geschaeft mit den Gruenabfaellen. Die meisten Leute muessen bezahlen fuer die Entsorgung von Laub, Gras und Holz. Andere Leute geben wieder Geld aus fuer Rindenmulch, Blumenerde oder Brennholz. All diese Geschaeftigkeiten drehen sich um den Gruenanlagenmann. Eine LKW hatte ich nicht zum Anliefern. Aber man kannte jemanden, der einen hatte und den Transport des gruenen Gifts zu seinem Gewerbe gemacht hat. Ein paar Telefonate spaeter war dann der passende Termin gefunden: Sonnabend, 07:30 Uhr in Brieselang. Das bedeutet 05:30 Uhr aufstehen. Am Wochenende! Aber der Aufwand lohnt sich. Der bestellte Transporteur kam puenktlich und mit unglaublicher Emsigkeit wurde der Laubhaufen von einem kleinen Bagger abgetragen, der am LKW mit angebracht war. Dann noch ein bischen Holz drauf und die erste Fuhre war komplett. Eine zweite war fuers naechste Wochenende bestellt. Und der Fahrer kannte wieder andere Leute, die noch Feuerholz gebrauchen konnten und sich das von den reichlichen Vorraeten bei uns abholen sollten. Es waren ja schon zweimal Leute da, die auf der Strasse angehalten haben und des Holzes interessiert waren. Letztenendes ist es mir egal, Hauptsache der Kram ist irgendwann mal weg. Der Nachbar gegenueber karrte zur selben Zeit gehacktes Feuerholz staendig auf sein Grundstueck, was er werweisswo erstanden hat. Ein Kamin ist aber definitiv im Bauplan nicht mehr enthalten.

Ein weiterer Beteiligter an unserem Bauvorhaben war jetzt eine Statik-Firma aus Potsdam. Unser Architekt nennt sich zwar auch Statitiker, aber er hat die Statikberechnung an eine andere Firma abgegeben. Fuer 1000 Euro wissen wir jetzt, dass CNA Kammnaegel nach ETA-04/2013 Norm zum Einsatz kommen und das die speziell fuer Befestigung von Simpson Strong-Tie Holzverbinder geeignet sind. Das hundertseitige Pamphlet ging auch ans Bauamt.

Auch sonst gab es recht viele Aktivitaeten der Behoerden. Das Wasserwerk hat endlich mal den Nachweis der Erschliessung nebst Lageplan der Wasser- und Abwasserrohre auf der Strasse geschickt. Parallel bekamen wir vom Architekten vorgefertigte Schreiben fuer die Erschliessung des Grundstuecks mit Wasser, Strom und Gas. Das Gaswerk war schon mal das falsche. Statt Strausberg sind wir in Potsdam zustaendig. Zum Glueck hat die Sachbearbeiterin das gleich erkannt, beherzt zum Telefon gegriffen und die Plaene zurueckgeschickt, um dann gleich ans richtige Gaswerk geschickt zu werden. Telefon sollte natuerlich auch gelegt werden. Also flugs die Bauherrenhotline der Deutschen Telekom kontaktiert und das Anliegen vorgebracht. Nach 3 Tagen kam ein Brief, dass man den Antrag prueft und einen Tag spaeter schon ein Schwung von Formularen, die man ausgefuellt zurueckschicken muss mit einem Bauplan.

Der Weg des Bauantrages ist mittlerweile auch fast 4 Wochen alt. Der Antrag selber ist in mehrere Teile zerfallen. Jede Abteilung des Landkreises muss seine Stellungnahme abgeben, was er von dem Bauvorhaben haelt. Die Bodenschutzbehoerde muss berichten, ob Schadstoffe oder Munition im Boden ist und was davon zu halten waere. Die Abfallbehoerde muss sich damit befassen, ob sie spaeter mal eine Muelltonne vors Haus stellen tut. Die Denkmalschutzbehoerde guckt, ob nicht ein Schloss oder Graeberfelder aus der Bronzezeit auf dem Grundstueck vergraben sind. Wie unweit von unserem Grundstueck festgestellt, vermutete die Denkmalschutzbehoerde bei uns auch sowas und stellte schon mal Rueckfragen zum Bauantrag. Die meisten Fristen fuer ein Stellungnahme laufen am 19.04. ab, die letzte Frist zur Stellungnahme der Gemeinde am 19.05. Es kann also noch mindestens 4 Wochen dauern, bis der Bauantrag durch ist. Hier zeigt sich der Unterschied zwischen Bebauungsplan und Bebauung nach §34. Mit einem Bebauungsplan reicht eine Bauanzeige beim Bauamt und wenn nach 4 Wochen kein Widerspruch auftritt, kann man einfach anfangen mit bauen.

Der Grundstuecksverkauf ist auch noch nicht abgeschlossen. Das zustaendige Finanzamt ist wohl so viel ueberlastet, dass es noch nicht in der Lage war, die Grunderwerbssteuer zu berechnen. Somit kann der Notar auch noch nicht die Eintragung ins Grundbuch vollenden. Haette man einen Projektplan, koennte man nicht sagen, wann mit dem Hausbau endlich begonnen werden kann und wann es denn jetzt fertig ist.