…wenn der Regen fällt, ein Meer voller Fragen.
Genau ein Jahr ist es jetzt her, als wir an einem Donnerstagabend vor Weihnachten bei der Hausbaufirma den Werkvertrag zur Erstellung eines Einfamilienhauses unterschrieben haben. Nun ist es tatsaechlich fast fertig. Zeit fuer ein Resumee. Angefangen hat das Jahr mit einem verwilderten Grundstueck, der Suche nach dem richtigen Outfit fuer Arbeiten im Freien, Basiswerkzeug wie eine Saege oder die Baumschere als Weihnachtsgeschenk. Dem schlossen sich viele Wochenenden an, wo Gebuesch abgesaebelt wurde, Baeume fielen und logistische Probleme zum Abtransport von Unrat und Laub geloest wurden. Nach dem Freilegen der eigentlichen Bauflaeche konnte der Vermesser taetig werden und der Bauantrag wurde auf den Weg gebracht. Da war es ungefaehr Mitte Februar. Vorher hatten wir schon Behoerdenkontakt mit dem Negativbescheid des Vorkaufsrechts der Gemeinde, und dann ging es richtig los mit Bauordungsamt, Denkmalschutzbehoerde, Umweltamt und wer sich noch alles berufen fuehlte, dem Bauvorhaben Steine in den Weg zu legen - auch wenn sie aus der Bronzezeit stammen sollten. So war es dann schon fast Sommer, als der Bauantrag endlich da war - natuerlich alles im vorgeschriebenen Rahmen von angedachten 3 Monaten Bearbeitungszeit. Dafuer legte die Baufirma in derselben Woche los. Ein Bauarbeiter-Klohaeuschen wurde installiert und ein kleiner Container fuer Werkzeug aufgestellt. Die Baugrube war schnell ausgehoben, als wir in den Sommerurlaub fuhren. Naechste Huerde war Bauwasser und Baustrom. Das Wasser war irgendwann mal da, aber ohne Wasseruhr. Der Strom sollte nochmal 4 Wochen dauern, bis die Strasse aufgebuddelt war und die Stromleitung zu unser Grundstueck gelegt wurde. Am heissesten Tag des Jahres war die Bodenplatte gegossen, die mit viel Muehe und Aufmerksamkeit 4 Wochen gewaessert wurde. Dann ging es ziemlich schnell: Paletten mit Ziegelsteine wurden angeliefert und die Aussenmauern hochgezogen. Parallel lief die Kuechenplanung und dann entstand auch der einzige Fehler bis jetzt am Bau: Statt 1,06 m von der Aussenwand wurde 1,06 m vom Kuechenfenster weg das Loch fuer die Dunstabzugshaube in die Mauer eingelassen. Ein Planungsfehler vom Kuechenstudio, der jetzt mit einem Schlauch behoben werden muss. Dann kam auch ziemlich schnell der Dachstuhl aufs Haus und wir verpassten dern Termin fuers Richtfest, denn ein paar Tage spaeter war das Dach schon eingedeckt. Die Fenster und die Haustuer wurden geplant. Elektriker und Klempner planten die Innenausstattung des Hauses. Parallel lief auch im ganzen Sommer und Herbst der Kultivierungsversuch der hinteren Grundstueckshaelfte. Nach vielen Einsatzstunden durch eine Gartenbaufirma sah es einigermassen manierlich aus und ein Rasenmaeher konnte seine Arbeit aufnehmen. Am Haus wurden die Klinker aus Holland angebracht und die Fenster eingelassen. Jetzt konnte der Innenausbau beginnen. Putz kam ueberall an die Waende, der Elektriker verlegte die ersten Kabel. Der Herbst war weit vorangeschritten als die Klempner die Fussbodenheizung einbauten. Das Haus hatte jetzt seinen Wasser-,Abwasser-,Gas- und Stromanschluss. Auf die Rohre der Fussbodenheizung wurde Estrich gegossen. Wieder 28 Tage Pause auf der Baustelle und Zeiten der Trocknung, Lueftung und des Anheizens. Wir absolvierten einen Termin mit dem Fliesenleger und dem Tuerenhersteller fuer die Innentueren. Das sollte aber schon Tagwerk fuers neue Jahr sein. Die Trockenbauer schliffen noch die Waende ab und in der Weihnachtszeit konnte das Haus weiter trocknen:
Kann man mit dem jetzigen Stand zufrieden sein? Unbedingt! Zwar gibt es Weihnachten keinen Einzugstermin, aber der war laut Terminplan der Hausbaufirma auch nicht vorgesehen. Es warten noch einige Dinge auf ihre Vollendung:
Okay, fuer einen Monat sind das schon ganz schoen viele offene Sachen, wobei man die Aussenanlagen und den Zaun nicht unbedingt zum Einzug braucht. Die Aussenanlagen sind aber schon beauftragt und warten nur auf Fertigstellung bei frostfreier Zeit.
Und was haette man jetzt noch besser/schneller machen koennen?
Mehr gibt es eigentlich nichts Negatives zu berichten. Die Arbeit der Hausbaufirma und deren Koordinierung lief bis jetzt hervorragend. Alle beteiligten Firmen wurden mit einem Praesent bedacht.